Dickes B, oben an der Spree

Konnopke's Imbiß - eine berühmte Berliner Currywurstbude

Konnopke’s Imbiß – eine berühmte Berliner Currywurstbude

Es ist immer schön, wenn man als Berliner Besuch bekommt. Zumal, wenn es Freunde aus der alten Heimat sind. Da kommen Erinnerungen an alte Zeiten hoch, über die man auch heute noch gerne quatschen, lachen und nachdenken kann.

Die erste November-Woche hatte sich einfach angeboten, zwei Feiertage: Reformationstag, Allerheiligen. Optimal für Pia, Birgit und Andreas Steffens – auf nach Berlin, Koffer gepackt und rein in den Zug!

Berlin - immer eine Reise wert

Berlin – immer eine Reise wert

Eine Anrepper Familie in Berlin, – was muss man gesehen haben? Den Reichstag, das Brandenburger Tor, Alexanderplatz, Kudamm, KADEWE, Hauptbahnhof, die Museen, den Dom, die Philharmonie, die vielen Theaterhäuser, die Clubs, Neukölln, Kreuzberg, den Fernsehturm, Wedding, Schöneberg, Friedrichshain – und, und, und …

Auch ein verlängertes Wochenende reicht da nicht aus; man kann einfach nicht alles sehen.

Eine Stadt im Prozess

Klar ist, was man in dieser Stadt erlebt, das ist mmer eine Momentaufnahme, Das, was man heute fotografiert, kann beim nächsten Besuch schon nicht mehr da sein. Berlin ist im Wandel, bleibt nicht stehen. Auch man selber, als Berliner, entdeckt beim Spaziergang die Metropole immer wieder neu.

Den Wandel, das Treiben der Stadt hat Alfred Döblin in seinem Roman „Berlin Alexanderplatz“ beschrieben. Es erschien 1929. Seither ist die Geschichte über den Alex gerollt, doch sein Text ist heute noch aktuell:

 

Eine Hand voll Menschen um den Alex. Am Alexanderplatz reißen sie den Damm auf für die Untergrundbahn. Man geht auf Brettern. Die Elektrischen fahren über den Platz die Alexanderstraße herauf durch die Münzstraße zum Rosenthaler Tor. Rechts und links sind Straßen. In den Straßen steht Haus bei Haus. Die sind vom Keller bis zum Boden mit Menschen voll. Unten sind die Läden. Destillen, Restaurationen, Obst- und Gemüsehandel, Kolonialwaren und Feinkost, Fuhrgeschäft, Dekorationsmalerei, Anfertigung von Damenkonfektion, Mehl und Mühlenfabrikate, Autogarage, Feuersozietät. Wiedersehen auf dem Alex, Hundekälte. Nächstes Jahr, 1929, wirds noch kälter.

Was muss man in Berlin gesehen haben? Das ist immer wieder die Frage. Oft sind es die kleinen, die versteckten Dinge, die einen Berlinbesuch ausmachen: eine Bonbonmacherei in den Heckmann Höfen, ein Bäcker in der Sopienstraße oder die Currywurst am Prenzlauer Berg.

Permanentlink zu diesem Beitrag: http://www.anripe.de/dickes-b-oben-an-der-spree/